Battlefield 3 Close Quarters – Test Rückblick
Heute gibt es einen Test – Rückblick zu dem Addon Close Quarters. Dabei wollen wir uns garnicht einer Objektivität verschreiben, die wir eh nicht erreichen. Hier teilen wir einen subjektiven Eindruck, gesammelt in etlichen Stunden Close Quarters und natürlich in unserem Teamspeak. Für einen Eindruck von Objektivität findet ihr unten den ausführlichen Gamestar Videotest.
Überblick über Battlefield 3 Close Quarters
Mit Close Quarters bekommt Battlefield 3 neben vier neuen Karten auch ein Paar Waffen, zwei neue Spielmodi und neue Aufgaben spendiert. Die neuen Karten sind reine Infanteriemaps, wie der Name schon vermuten lässt. Die sind ziemlich eng und lassen sich teilweise stark zerstören, auch weisen alle eine vertikale Komponente auf. Die neuen Waffen in Close Quarters verteilen sich auf die Klassen und die allgemein verfügbaren Items, die beiden Spielmodi Conquest Domination und Gunmaster ergänzen das Kartendesign ganz gut, haben aber auch ihre Schwächen. Die neuen Aufgaben in Battlefield 3 Close Quarters sind eigentlich nicht schwer, werden aber teilweise mit den Serverregeln in Konflikt geraten – sehen wir uns die Details an.
Die Karten in Battlefield 3 Close Quarters
Grundsätzlich stammen alle 4 Karten in Battlefield 3 Close Quarters aus unterschiedlichen Settings. Die Flaggenpunkte lassen sich in dem einen neuen Spielmodi von Battlefield 3 Close Quarters, Conquest Domination, schneller einnehmen, haben aber kleinere Radien und liegen oft exponiert. Der Spieler kann auf seiner Minimap immer nur Bewegung auf seiner Ebene sehen, was bei dem stark vertikalen Design der Maps oft ein Nachteil ist. Allerdings macht so auch das gemeinsame, per Teamspeak koordinierte, Spielen Laune und setzt einen neuen Maßstab für das Teamspiel in Battlefield 3. Wir haben jedenfall großartige Momente erlebt, die nur so vor Nervenkitzel und Emotionen strotzten. DICE hat sich beim Design der neuen Maps in Battlefield 3 Close Quarters
Donya Fortress ist eine Map im Nah-Ost Raum angesiedelt, sie weist einen großen Innenhof auf, auf dem sich über zwei Ebenen die Kombatanten beharken können. Darunter liegt wiederrum ein enger Keller mit zwei Zugängen. Die Flaggenpunkte verteilen sich auf den Keller, einen großen Raum mit zwei Etagen und Säulengängen und eine Art Hof-Balkon an der Stirnseite des Hofs. Es gibt viele Räume und verwinkelte Flure und Treppen, auf halber Ebene zum Keller sind noch Räume eines Hammams (Sauna, Pool…) zu finden. Je nachdem wie die Teams vorgehen rumst es entweder auf den Gängen zwischen den Flaggen oder an den Flaggen direkt. Das wird bisweilen unübersichtlich, da sich neben den Waffenblitzen und -Rauch auch die Wände in staubige Partikel verwandeln – und wenn 8 ann auf 25 m² mit allem beharken, dann schießt man auch schonmal auf Trugbilder.
Operation 925 spielt in einem Einkaufszentrum mit Tiefgarage ab, ist ebenfalls sehr vertikal aufgebaut und lange Gänge mit Bürokabinen dazwischen – diese sind nach einer langen Runde nur noch zerlöchert und bieten kaum noch Deckung. Die Tiefgarage ist dunkel und es gibt viele Zugänge an allen Seiten. Sich da unten zu bewegen kann schnell zu einer bösen Falle werden, man muss aber, denn eine Flagge liegt dort. Eine weitere Flagge liegt im Eingangsbereich, einem großen Foyer mit Zugängen von der Garage, von oben und einer breiten Fläche auf Augenhöhe. Die dritte Flagge liegt in der Food-Corner des Zentrums, ebenfalls sehr exponiert. Hier muss man oft auf kurzer Entfernung wie auch auf weiten Strecken die Augen aufhalten, was durch Löcher in den dünnen Wänden zusätzlich erschwert wird.
Ziba-Tower kombiniert nun ein wenig die beiden vorigen Maps aus Battlefield 3 Close Quarters, die dünnen Wände und der engere Neubau-Stil und die Hof-Charakteristik von der Donya Fortress finden hier zusammen. Dadurch entsteht auf dieser Map gefühlt der höchste Bam!-Faktor, es kracht und spritzt Rigips, die Scheiben klirren über einem und das 7.1-Headset hat voll zu tun – die Nerven dann auch. Es ist hier sehr schwer, sinnvolle Ansagen in der nötigen Geschwindigkeit zu machen, die noch rechtzeitig bei den Kollegen im Teamspeak vorkommen. Hier hat DICE ganze Arbeit bei Battlefield 3 Close Quarters geleistet. Die Flaggen liegen alle in Räumen mit zwei Ebenen-Zugängen und sind andauernd Schauplatz von hitzigen Gefechten.
Scrapmetall sticht etwas aus der Gruppe hervor, sie spielt in einem Industriekomplex, der schon einigermaßen zerstört wirkt. Sie besteht im Wesentlichen aus zwei Gebäuden, die mit drei Brücken verbunden sind. Beiden Gebäude bestehen aus großen Hallen und haben etlichen Treppen zwischen unterschiedlichen Ebenen. Da es sich nicht um eine Wohnhaus handelt, liegen die Ebenen asymmetrisch zueinander, was zusätzliche Übersicht erfordert. Als einzige der vier Maps in Battelfield 3 Close Quarters habe ich hier immer wieder weniger hektische Momente erlebt.
Die Spielmodi in Battlefield 3 Close Quarters
Die beiden Spielmodi Conquest Domination und Gunmaster wurden mit Battlefield 3 Close Quarters eingeführt. Conquest Domination ist die schnellere Version von Conquest, nicht viel mehr. Gunmaster ist dagegen für die Battlefield Serie neu. Hierbei gibt es zwei Teams und jeder startet anfangs nur mit einer Pistole bewaffnet, alle zwei Kills bekommt man dann eine bessere Waffe, so kämpft man sich von Pistolen über Maschinenpistolen, Karabinern, Sturmgewehren, MG’s und Schrotflinten bis zum Sniper. Das ist für mich als weniger passionierten Sniper wirklich eine Herausforderung, den auf den neuen Maps ist nicht so wahnsinnig viel Raum. Um sich zum Gewinner der Runde zu machen, muss man als letztes einen Messerkill machen. Apropos Messerkill, macht man den im Spiel, wird der andere ein Level abgestuft.
Fazit zu Battlefield 3 Close Quarters
Insgesamt macht es schon Spaß, allerdings kommen einige Fähigkeiten der Battlefield -Serie in dem Addon Close Quarters nicht mehr zum tragen. Ich verbinde nunmal große Server und weitläufige Fahrzeugschlachten mit dem Battlefield 3, Close Quarters kommt da eher wie Counter Strike / Call of Duty rüber. Dennoch sorgen die einzelenen Elemente in Battlefield 3 Close Quarters für ein schlüssiges, schnelles und spaßiges Spiel, bei dem man dennoch manchmal den Überblick verliert. Was ich nicht logisch finde, warum es bei Gunmaster Teams gibt, wenn es doch nur dazu dient, meine Siegchancen zu minimieren: Im Team hätte man eine 50-50 Chance, als Team zu gewinnen, unabhängig von der Servergröße. So nutzt mir das Team garnichts, ich kann die eigenen Leute nicht töten und muss es am Ende eh alleine schaffen…
Ich bereue den Kauf nicht, dennoch sind die “alten” Maps durchaus attraktiv und weniger Frust geladen. Abschließend bleibt nur zu sagen, das es durchaus lohnenswert ist und grade die grafischen und physikalischen Elemente in Battlefield 3 Close Quarters sind einen genaueren Blick wert.

